Bist auch du von Eisenmangel betroffen, oder befürchtest du, daran zu leiden? Willst du wissen, wie du Eisenmangel natürlich beheben kannst? Die Antwort zeige ich dir hier. Du erfährst, wer betroffen ist, was Eisenmangel langfristig bewirkt und – ganz wichtig – was du konkret tun musst, um ihn zu bekämpfen!

Wozu brauchen wir Eisen? Oder: was passiert, wenn zuwenig davon da ist.

Die meisten haben schonmal vom Eisen in unserem Blut gehört. Wir brauchen es, weil es vor allem ein Teil des roten Blutfarbstoffs ist – dem Hämoglobin. Das Hämoglobin ist in den roten Blutkörperchen enthalten, die wir – wie alle wir wissen – für den Sauerstofftransport benötigen. Also – erkennst du schon den Zusammenhang zwischen Eisen und Sauerstofftransport?

Hat man nun zuwenig Eisen, kann unser Körper weniger rote Blutkörperchen bilden. Weil es ein essenzieller Teil ist! Ohne Eisen kein Hämoglobin (hast du übrigens gewusst, dass das, was Pflanzen grün macht – Chlorophyll – ein Molekül ganz ähnlich zu unserem roten Hämoglobin ist? Allerdings enthält es kein Eisen, sondern Magnesium. Daher die andere Farbe!).

Fehlt also Eisen, mangelt es uns an roten Blutkörperchen. Man spricht von einer Anämie, oder landläufig Blutarmut, Blutmangel oder Bleichsucht. Das ist dann der Fall, wenn der Spiegel an gesunden roten Blutkörperchen oder Hämoglobin im Blut unter einen gewissen Wert fällt, den man als normal für das jeweilige Alter und Geschlecht kennt. Ist Eisenmangel die Ursache für die Blutarmut, spricht man von einer Eisenmangelanämie.

Mit 80 von 100 Fällen ist die Anämie die weltweit am häufigsten vorkommende Mangelerkrankung von Menschen. Vor allem Frauen leiden besonders häufig darunter. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind über zwei Milliarden Menschen weltweit von Anämie betroffen, wovon schätzungsweise 50 Prozent durch einen Mangel an Eisen verursacht wird. Eine Blutarmut kann nämlich auch noch durch andere Faktoren außer Eisenmangel verursacht werden.

Eisenmangel Symptome

Die Symptome, die man spürt wenn das Eisen zu wenig wird, können sehr vielfältig sein. Jeder Mensch ist individuell, und es gibt immer wieder welche, die untypisch reagieren. Meistens allerdings lassen sich diese Zeichen beobachen, die häufig schleichend beginnen:

  • Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Erschöpfung
  • Haarausfall
  • Kopfschmerzen
  • Konzentrationsstörungen
  • Depressive Verstimmung
  • Schlafstörungen
  • brüchige Nägel
  • Eingerissene Mundwinkel

Bist du gefährdet, Eisenmangel zu bekommen?

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten, einen Eisenmangel zu entwickeln. Ganz einfach gesagt: Entweder man nimmt zuwenig davon auf, oder man verliert zuviel. In jedem Fall ist nicht genug Eisen da, um Hämoglobin – roten Blutfarbstoff – zu bilden.

Du bist weiblich

Im Prinzip kann es jedem von uns passieren, dass wir durch eine zu geringe Aufnahme eisenhaltiger Lebensmittel einen Eisenmangel entwickeln. Besonders oft sind Mädchen und Frauen mittleren Alters betroffen. Bei der Regelblutung verliert eine Frau durchschnittlich 50 ml Blut, das dann natürlich ersetzt werden muss. Um diese Blutmenge wieder aufzubauen, benötigt der Körper ca. 25 mg Eisen. Nehmen wir nicht eine entsprechende Menge auf, geht der Organismus an die Reserven – die nicht unendlich halten.

Die Menstruation ist also der Grund, warum so viele gesunde junge Frauen mit Eisenmangel zu kämpfen haben. Eine weitere Möglichkeit ist eine Schwangerschaft. Hier steigt der Bedarf an Eisen stark an. Durch diese Eisenmangelanämie nimmt die Häufigkeit an Fehlgeburten, Frühgeburten, mütterlichen Infektionen und Wachstumsstörungen beim Kind stark zu. Das ist vor allem ein Problem in Entwicklungsländern. Ein ebenfalls erhöhter Bedarf an Eisen besteht in der Stillperiode, da das Kind mit zusätzlichen Spurenelementen (eben auch Eisen) versorgt werden muss. Der Blutverlust bei der Geburt erhöht noch die negative Eisenbilanz.

Du bist Sportler

Auch Leistungssportler sind gefährdet. Viele müssen peinlich genau auf ihre Ernährung achten, um die Eisenwerte in einem optimalen Bereich zu halten. Sonst droht die Sportleranämie – Leistungsschwäche, weil bei Blutarmut die Sauerstoffversorgung nicht mehr optimal funktioniert.

Du hast eine Darmerkrankung

Ebenfalls betroffen sind Personen, bei denen die Eisenaufnahme aus der Nahrung erschwert ist. Bei chronischen Darmerkrankungen zum Beispiel können Nahrungsbestandteile oft nicht mehr optimal aufgenommen werden. Man isst also das Richtige – nur kommt nichts an. In der Regel sind diese Erkrankungen aber bekannt und Betroffene werden entsprechend versorgt.

Du nimmst sogenannte „Magenschoner“ ein

Diskutiert wird außerdem der Einfluss von sogenannten Protonenpumpenhemmern (kurz PPIs) auf die Eisenaufnahme. Diese Säureblocker werden gerne eingesetzt gegen hartnäckiges Sodbrennen durch eine starke Magensäureproduktion. Sie hemmen deren Produktion recht effektiv. Ungünstig nur, dass wir eine starke Magensäure unter anderem dafür brauchen, Eisen in eine für uns gut verwertbare Form umzuwandeln.

Triftige Gründe also, um auf seine Eisenwerte zu achten einen eventuell schon bestehenden Eisenmangel natürlich zu beheben mit eisenhaltiger Nahrung!

Rotes Pipi kann auf einen Eisenmangel hindeuten

Nach dem Verzehr von Roten Beete, ob als Saft, Salat oder Gemüse genossen, passiert es häufig Menschen, meist Frauen, dass sie sich danach beim ersten „Wasser lassen“ über ihren pinkfarbenen Urin wundern. Wenn man zum ersten Mal den pinken Urin sieht, kann das durchaus zum Fürchten sein. Aber dieses Phänomen – im Englischen als “Beeturia” bekannt – ist absolut harmlos. Die Verfärbung passiert aufgrund eines Inhaltsstoffes der Roten Beete, dem Betanin. Dieses gibt der Knolle ihre rote Farbe. Bei manchen Menschen kann dieser Farbstoff nicht gut abgebaut werden.

Warum passiert das?

Nachdem man Rote Beete gegessen hat, wird das Betanin aufgenommen und schlussendlich über die Nieren wieder ausgeschieden, wo es dann in pinkem Urin auffällt. Obwohl diese Rotfärbung kein Grund zur Besorgnis ist und auch von selbst wieder verschwindet, kann roter oder pinker Urin nach dem Genuss von Rote Beete durchaus Gesundheitsprobleme anzeigen. Denn roter Urin nach dem Essen von Rote Beete ist manchmal ein Symptom bei Eisenmangel. Eine Studie stellte fest, bei Menschen mit bestehender Eisenmangelanämie 66-80% auf Rote Beete mit rotem Urin reagieren.

Die Verfärbung kann aber auch bei Menschen vorkommen, deren Magensäure zu schwach ist. Der richtige pH-Wert der Magensäure ist notwendig, damit der Körper Mineralstoffe, Nährstoffe und Vitamine aufnehmen kann. Wenn also die Säure zu schwach ist um Nährstoffe aufzuschließen, dann kann natürlich auch der Farbstoff der Roten Beete nicht aufgeschlossen werden. Dann würde ein roter Urin auf eine schwache Magensäure hindeuten. Weitere Symptome sind in diesem Fall Blähungen und Verstopfung.

Erfreulicherweise zeigen aber Erfahrungen, dass manche Menschen, die zunächst roten Urin zeigen, nach der längerfristigen Einnahme von Rote Beete Saft dieser wieder verschwindet. Es könnte also sein, dass der Rote Beete Saft durch den regelmäßigen Genuss eine Veränderung im Körper bewirkt. Wenn beispielsweise der Eisenhaushalt die Ursache für die Beeturia war und dieser durch die Rote Beete verbessert wird. Dann wäre es durchaus logisch, dass dieses Phänomen nach einiger Zeit verschwindet.

Wissenschaft: Studien zu Eisenmangel und Rote Beete

Eisenmangel natürlich beheben mit Rote BeeteEisenmangel ist ein so präsentes Thema, dass sich Forscher gerne damit beschäftigen. Um die Wirksamkeit von Rote Beete auf die Blutwerte bewerten zu können, wurde eine ganze Reihe an experimentellen Studien durchgeführt.

So wurde zum Beispiel die Auswirkungen von Rote Beete auf den Hämoglobin-Wert im Blut junger Mädchen untersucht. Sie nahmen über 20 Tage täglich 100ml Rote Beete Saft zu sich. Nach diesen 20 Tagen zeigte sich eine signifikante Verbesserung des Hämoglobingehalts im Blut.

In einer anderen Studie nahmen Frauen wieder über 20 Tage jeweils 8 g getrocknete Rote Beete als Pulver zu sich. Es wurde beobachtet, dass sich der Eisengehalt im Blut verbesserte, und auch geringfügige Verbesserungen des Hämoglobins. Die Forscher vermuten, dass die Zeitdauer der Studie zu gering war, um noch weitere Verbesserungen des Hämoglobingehalts nachzuweisen.

Auch weibliche Sportlerinnen wurden in einer Studie untersucht: Sie nahmen zwei Stunden vor ihrem Training entweder 200 ml Rote Beete Saft oder 200 ml Placebogetränk zu sich. Nach sechs Wochen zeigten sich Unterschiede in den beiden Gruppen: Jene, welche den Rote Beete Saft getrunken hatten konnten eine Verbesserung der Blutwerte vorweisen – mehr Hämoglobin und mehr Eisen wurde im Blut nachgewiesen. Bei jenen mit Placebogetränk gab es dagegen keinen Unterschied.

Den körperlichen Eisenbedarf gesund, natürlich und einfach decken

Bei starken Mängeln wird der Arzt oft Eisentabletten verschreiben. Ist allerdings kein akuter Handlungsbedarf weil der Mangel (noch) nicht so stark ist, oder möchte man einem Eisenmangel vorbeugen, kann man auf die sanfte und nebenwirkungsfreie Alternative Rote Beete setzen. Oder man möchte aus Überzeugung den Eisenmangel natürlich beheben. Allgemein wird empfohlen, Fleisch oder Innereien zu konsumieren, um den Eisenbedarf zu decken. In Zeiten allerdings, in der viele Menschen aus ihrem Verantwortungsgefühl heraus den Konsum tierische Produkte mehr und mehr reduzieren wollen, ist die Rote Beete die perfekte Ergänzung. Denn sie begegnet Eisenmangel auf pflanzliche Weise und liefert nebenbei eine beachtliche Menge an weiteren wertvollen Inhaltsstoffen, wie Mineralstoffe, noch weitere Spurenelemente, Vitamine und antioxidative sekundäre Pflanzenstoffe.

Ein weiterer Vorteil: Die Rote Beete liefert Vorstufen für den körpereigenen Botenstoff NO (Stickstoffmonoxid), dieser wird unter anderem für die Durchblutungssituation unseres Körpers benötigt. Durch die verbesserte Durchblutung gelangen Sauerstoff und Nährstoffe optimal zu den Zellen, es gibt also einen Energieboost – genau das richtige also, um der Müdigkeit und Leistungsschwäche bei Eisenmangel ganz schnell zu begegnen!

Die Frage, die sich dabei immer stellt: Wie viel brauche ich davon?

Wie viel sollst du nehmen, um Eisenmangel natürlich zu beheben?

Das kommt darauf an. Grundsätzlich ist die Rote Beete ein sehr gesundes Nahrungsmittel, das gerne täglich auf dem Speiseplan stehen darf. Hast du bereits ein bestehendes Problem mit Eisenmangel, dann solltest du gezielter vorgehen und täglich ca. 500 ml Rote Beete Saft trinken, bis du eine Verbesserung erkennen kannst. In den Studien zeigte sich, dass der Körper etwas Zeit braucht, um den Mangel auszugleichen bzw. um eine messbare Veränderung des Hämoglobingehalts im Blut zu erreichen.

Die Rote Beete ist keine Hardcore-Eisendosis, sodass du schon dranbleiben musst, um einen optimalen Effekt zu haben. Du kannst entweder die Knollen selbst auspressen für frischen Saft, oder du besorgst dir fertigen Saft aus dem Handel. Es gibt auch konzentrierten Rote Beete Saft für alle, die eine kleinere Menge lieber mögen und nicht die Zeit haben, um täglich selbst zu pressen.

Übrigens: Man weiß gar nicht so genau, warum sich die Rote Beete so gut auf unseren Eisenhaushalt auswirkt. Denn eigentlich hat sie gar nicht so viel Eisen enthalten, dass der Effekt damit erklärt wäre. Man vermutet, dass es die Kombination mit den anderen pflanzlichen Inhaltsstoffen ist. Wie oft macht’s die Mischung!

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Beeturia and iron absorption, John G Sotos, 1999.

Effect of red beetroot (Beta vulgarisL.) intake on the level of some hematological tests in a group of female volunteers, Nora M. Al-aboud, Department of Biology, Umm Al-Qura University, Mecca, Saudi Arabia, 2018.

The Effects of Consuming 6Weeks of Beetroot Juice (Beta vulgaris L.) on Hematological Parameters in Female Soccer Players, Azizi, Mohammad et al. 2019

Beet root juice on haemoglobin among adolescent girls, Dr.N.Gayathri Priya1,Mrs.M.Malarvizhi2,Mrs.Annal Jega Jothi3, Sri Ramachandra University,Chennai, India, 2013.